Nach dem Waldspaziergang liegen ein krummer Ast, drei Zapfen, ein glatter Stein und eine Handvoll Zweige auf dem Flur. Das Kind will daraus etwas machen, und zwar heute. Welches Projekt passt, hängt weniger vom Alter ab als von der Frage, was da eigentlich liegt: frisches oder trockenes Holz, ein großer Stein oder ein kleiner Kiesel.
Alle Alters- und Zeitangaben stammen aus der Projektdatenbank von klebegeister.de: Einschätzungen der Seite, keine Normwerte, Stand 28.10.2026.
Das Fundstück bestimmt das Projekt
Für diese Seite habe ich aus der Kategorie Natur 16 Projekte ausgewählt und nach dem sortiert, was draußen gesammelt wird. Äste und Zweige tragen die meisten davon, nämlich sieben. Blätter, Eicheln, Kastanien und Tannenzapfen haben eigene Seiten, hier stehen sie nur am Rand.
| Fundstück | Projekte auf dieser Seite | Alter laut Datenbank | Bastelzeit (min) |
|---|---|---|---|
| Äste und Zweige | Hexenbesen, Ast-Mobile, Windspiel, Tannenbaum, Astgabel-Weben, Weidenring, Floß | 3–11 | 20–60 |
| Steine | Tiersteine, Tic-Tac-Toe, Steinkakteen | 5–12 | 30, dazu 1 h Trocknen |
| Zapfen | Igel mit Knetschnauze, Eule, Futterzapfen | 3–9 | 15–20 |
| Blüten und Gräser | Naturarmband | 2–6 | 30 |
| gemischte Funde | Naturmandala, Eisanhänger | 3–10 | 20 |
Basteln mit Ästen aus dem Wald: Trockenes Holz bleibt gerade, frisches biegt sich
Bei den Ästen entscheidet der Zustand. Vier Projekte wollen trockene, gerade Stöcke. Der Hexenbesen braucht einen Stock von etwa 30 cm und eine Doppelseite Zeitung, das Ast-Mobile einen trockenen Ast von etwa 40 cm. Beim Windspiel klingen laut Projektkarte trockene, dicke Zweigstücke heller als frische; zum Ausprobieren schlägt man zwei aneinander.
Hexenbesen aus Stock und Zeitung
- Alter 3–7 Jahre
- Bastelzeit ≈ 20 min
Den Stiel sucht das Kind selbst draußen, der Rest liegt im Altpapier.
Material: Stöcke und Zweige (1 gerader Stock, etwa 30 cm), Zeitungspapier (1 Doppelseite), Kinderschere (abgerundet) (1), Klebefilm (einige Stücke), Bindfaden oder Paketschnur (etwa 50 cm)
Ast-Mobile mit Naturfunden
- Alter 4–10 Jahre
- Bastelzeit ≈ 45 min
Sammeln gehört dazu: Erst draußen Funde suchen, dann drinnen so lange verschieben, bis der Ast gerade hängt.
Material: Stöcke und Zweige (1 gerader, trockener Ast von etwa 40 cm und einige kleine Zweige), Tannenzapfen (2–3 kleine), Federn (einige), Bindfaden oder Paketschnur (etwa 3 m), Kinderschere (abgerundet) (1)
Klangendes Windspiel aus Ast und Naturfunden
- Alter 4–9 Jahre
- Bastelzeit ≈ 30 min
Was beim Spaziergang gesammelt wird, hängt am Ende am Baum und klappert leise im Wind.
Material: Stöcke und Zweige (1 Ast (30–40 cm) und 10–15 kurze, dicke Zweigstücke), Bindfaden oder Paketschnur (etwa 3 m), Tannenzapfen (3–5 kleine), Kinderschere (abgerundet) (1)
Tannenbaum aus Ästen und Wolle
- Alter 5–10 Jahre
- Bastelzeit ≈ 45 min
Die Zweige vom Spaziergang werden mit Wolle zu einem Baum, der jedes Jahr wieder aufgehängt werden kann.
Material: Stöcke und Zweige (1 langer gerader Zweig als Stamm, 5–6 kürzere, nach oben kürzer werdend), Wollreste (Reste in Grün, dazu etwas Rot oder Weiß), Bindfaden oder Paketschnur (etwa 1 m), Kinderschere (abgerundet) (1)
Am Mobile ist das Ausbalancieren die eigentliche Aufgabe, ein Tropfen Bastelkleber hält den Knoten am glatten Ast. Beim Tannenbaum halten Zweige mit kleinen Astgabeln die Wolle besser. Weitere Mobiles stehen beim Mobile basteln, weitere Windspiele beim Windrad basteln.
Drei Projekte brauchen dagegen frisches oder stabiles Holz. Für den Traumfänger biegt ein Erwachsener frische, etwa 80 cm lange Zweige, etwa von der Weide, zu einem Ring; über Nacht unter einem Buch behält er seine Form. Die Astgabel zum Weben muss beim Biegen halten, morsches Holz bricht laut Karte beim Spannen. Für das Floß sammelt das Kind acht bis zehn daumendicke Stöcke.
Weben in einer Astgabel
- Alter 5–10 Jahre
- Bastelzeit ≈ 45 min
Der Rahmen kommt vom Spaziergang: Die Astgabel hält die Fäden, Federn und Gräser werden einfach mit eingewebt.
Material: Stöcke und Zweige (1 stabile Astgabel in Y-Form, etwa 25–35 cm), Wollreste (Reste in mehreren Farben, etwa 5 m), Kinderschere (abgerundet) (1)
Traumfänger im Weidenring
- Alter 6–11 Jahre
- Bastelzeit ≈ 60 min
Frische Zweige lassen sich zum Ring biegen, der beim Trocknen fest wird.
Material: Stöcke und Zweige (2–3 frische, biegsame Zweige (etwa 80 cm), z. B. Weide), Bindfaden oder Paketschnur (50 cm zum Umwickeln), Wollreste (etwa 2 m), Kinderschere (abgerundet) (1)
Floß aus Stöcken
- Alter 5–10 Jahre
- Bastelzeit ≈ 45 min
Gesammelt, gebaut und getestet wird draußen, und am Wasser zeigt sich sofort, ob die Knoten halten.
Material: Stöcke und Zweige (8–10 etwa gleich lange, daumendicke Stöcke und ein dünner für den Mast), Bindfaden oder Paketschnur (etwa 3 m), Kinderschere (abgerundet) (1), Stoffreste (1 kleines Stück als Segel)
Am Wasser bleiben laut Projektkarte zum Floß Erwachsene immer in Reichweite. Weitere Traumfänger, auch aus Papptellern, stehen beim Traumfänger basteln.
Steine brauchen Acrylfarbe und eine Stunde Geduld
Alle drei Steinprojekte schätzt die Datenbank ab 5 Jahren ein, und alle drei arbeiten mit Acrylfarbe oder Acrylstiften. Acrylfarbe geht laut Projektkarte aus Kleidung nicht mehr heraus, die Materialdatenbank führt sie als Faustregel ab 5. Die Steine werden vorher gewaschen und müssen ganz trocken sein; die Grundfarbe trocknet etwa eine halbe Stunde.
Marienkäfer- und Tiersteine nach Steinform
- Alter 5–10 Jahre
- Bastelzeit ≈ 30 min
- Trocknen ≈ 60 min
Die Form des Steins schlägt das Tier vor, das Kind sucht aus und malt los.
Material: Glatte Steine (4–6 in unterschiedlichen Formen), Acrylfarben (Rot, Schwarz, Weiß und eine Farbe nach Wahl), Borstenpinsel (dick) (1 dicker, 1 dünner), Wattestäbchen (einige zum Tupfen)
Tic-Tac-Toe-Spiel aus bemalten Steinen
- Alter 6–12 Jahre
- Bastelzeit ≈ 30 min
- Trocknen ≈ 60 min
Erst malen, dann spielen: Die Steine werden zu einem Spiel, das in jede Tasche passt.
Material: Glatte Steine (10 flache, etwa gleich große), Acrylstifte (Acrylmarker) (einige Farben), Karton oder Wellpappe (1 Stück, etwa 25 × 25 cm), Lineal und Bleistift (1), Filzstifte (1 dunkler)
Steinkakteen im Topf
- Alter 5–10 Jahre
- Bastelzeit ≈ 30 min
- Trocknen ≈ 60 min
Grüne Steine, weiße Striche, ein Becher Sand: Daraus wird eine Pflanze, die nicht eingehen kann.
Material: Glatte Steine (3–5 längliche und runde), Acrylfarben (zwei Grüntöne, Weiß, Rosa), Borstenpinsel (dick) (1 dicker, 1 dünner), Wattestäbchen (einige), Joghurtbecher (1 großer oder ein kleiner Blumentopf), Sand (so viel, dass der Becher voll wird)
Bei den Tiersteinen schlägt die Form des Steins das Tier vor: rund wird ein Marienkäfer, länglich ein Fisch. Für Tic-Tac-Toe sind flache Steine besser, runde rollen weg. Sollen Steine draußen liegen, lackieren Erwachsene sie im Freien mit Klarlack. Kleine Kiesel plant die Materialdatenbank erst ab 3 Jahren ein. Mehr Motive und Farben stehen bei Steine bemalen, Stifte im Vergleich bei den Acrylstiften.
Zapfen, Blätter, Eicheln und Kastanien: Herbstfunde mit eigener Seite
Beim Zapfen ist der Körper schon fertig. Der Igel bekommt eine Schnauze aus Knete, die Eule Augen und Flügel aus bemaltem Papier. Geschlossene, feuchte Zapfen öffnen sich laut Projektkarten nach ein bis zwei Tagen im Warmen. Das Naturmandala braucht gar kein Material von zu Hause: Blätter, Kastanien, Eicheln und Zweige werden draußen im Kreis gelegt, fotografiert und liegen gelassen.
Igel aus Tannenzapfen mit Knetschnauze
- Alter 3–7 Jahre
- Bastelzeit ≈ 15 min
Der Zapfen bringt die Stacheln schon mit, das Kind formt nur Schnauze, Augen und Beine.
Material: Tannenzapfen (1 großer, geöffneter), Knete (gekauft oder selbst gemacht) (1 walnussgroßes Stück hellbraun, ein Rest schwarz)
Eule aus dem Tannenzapfen
- Alter 3–7 Jahre
- Bastelzeit ≈ 20 min
- Trocknen ≈ 30 min
Der Zapfen ist schon der Körper, das Kind ergänzt nur Augen, Schnabel und Flügel.
Material: Tannenzapfen (1 geöffneter Zapfen), Druckerpapier (weiß) (1 Blatt), Filzstifte (einige Farben), Kinderschere (abgerundet) (1), Bastelkleber (lösemittelfrei) (etwas)
Naturmandala aus Herbstfunden
- Alter 3–10 Jahre
- Bastelzeit ≈ 20 min
Braucht kein Material von zu Hause und lässt sich bei jedem Spaziergang neu legen.
Material: Herbstblätter (eine Handvoll), Kastanien (10–20), Eicheln (10–20), Stöcke und Zweige (einige kurze Zweige)
Eicheln und Kastanien sind verschluckbar und laut Materialdatenbank erst ab 3 Jahren eingeplant. Die Giftinformation Bonn stuft Eicheln als gering giftig bis giftig ein, die Rosskastanie als gering giftig:
Eicheln und Kastanien: Gerbstoffe, Saponine und Verschlucken · geprüft am 28.10.2026
- Eicheln: gering giftig bis giftig (Gerbstoffe) — Die Informationszentrale gegen Vergiftungen am Universitätsklinikum Bonn stuft Eicheln (Stieleiche) als gering giftig bis giftig ein. Giftig sind alle Teile der Eiche, besonders unreife Eicheln; verantwortlich sind Gerbstoffe. gizbonn.de
- Beschwerden: Magen-Darm; reichlich trinken — Gerbstoffe aus Eicheln können Magenschleimhautreizung, Erbrechen und Durchfall auslösen. Als Erste Hilfe nennt die Giftinformation Bonn reichlich Flüssigkeit; behandelt wird nach Beschwerden. gizbonn.de
- 1–3 zerkaute Eicheln: Wasser; ganze Eichel: ärztlicher Rat — Laut Giftinformationszentrum-Nord (Göttingen), wiedergegeben von Öko-Test: Hat ein Kind eine bis drei Eicheln zerkaut und gegessen, genügt es, etwas Wasser zu trinken zu geben; bei leichten Magen-Darm-Beschwerden ist meist kein Arztbesuch nötig. Wurde eine ganze Eichel unzerkaut oder ein großes Stück verschluckt oder wurden viele rohe Eicheln gegessen, sollen Eltern eine Ärztin, einen Arzt oder ein Giftinformationszentrum anrufen. oekotest.de
- Rosskastanie: gering giftig (Saponine), bis 4 cm groß — Die Rosskastanie ist laut Giftinformation Bonn gering giftig: Alle Teile enthalten Saponine, besonders die grünen Fruchtschalen und unreifen Früchte; bei intakter Magen-Darm-Schleimhaut werden sie kaum aufgenommen. Möglich sind Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen. Weil die Frucht bis zu 4 cm groß sein kann, bleibt sie möglicherweise als Fremdkörper im Magen liegen. gizbonn.de
- Eine Kastanie: trinken; große oder mehrere: Arzt — Wurde eine einzelne Rosskastanie geschluckt, soll das Kind laut Giftinformation Bonn reichlich trinken; war die Kastanie groß oder wurden mehrere gegessen, soll ein Arzt aufgesucht werden. gizbonn.de
Was mit den einzelnen Funden geht, steht bei Basteln mit Tannenzapfen, Basteln mit Blättern, Basteln mit Eicheln und Kastanien basteln.
Für die Jüngsten und für jede Jahreszeit: Armband, Eis und Futterzapfen
Das Naturarmband ist das einzige Projekt dieser Auswahl ab 2 Jahren. Ein Erwachsener legt einen Streifen Malerkrepp mit der Klebeseite nach außen ums Handgelenk, unterwegs drückt das Kind Blüten, Gräser und Federn darauf. Im Winter frieren Zweige, Tannengrün und Moos in Joghurtbechern zu Eisanhängern, bei Frost über Nacht draußen oder im Gefrierfach. Der Futterzapfen wird mit Kokosfett und Körnern gefüllt; das Fett schmelzen nur Erwachsene.
Naturarmband für den Spaziergang
- Alter 2–6 Jahre
- Bastelzeit ≈ 30 min
Macht aus einem Spaziergang eine Sammelaufgabe; das Armband ist Klebefläche und Ausstellung zugleich.
Material: Malerkrepp (1 Streifen je Kind), Blüten und Gräser (unterwegs gesammelt)
Eisanhänger mit Fundstücken
- Alter 3–8 Jahre
- Bastelzeit ≈ 20 min
- Trocknen ≈ 12 h
Funktioniert mit dem, was draußen liegt, und mit Frost oder Gefrierfach.
Material: Joghurtbecher (2–3), Stöcke und Zweige (kleine Zweigstücke und Tannengrün), Moos (etwas), Bindfaden oder Paketschnur (etwa 30 cm je Anhänger)
Futterzapfen für Wintervögel
- Alter 4–9 Jahre
- Bastelzeit ≈ 20 min
- Trocknen ≈ 60 min
Das Basteln hat ein Nachspiel: Am Fenster lässt sich beobachten, wer zum Fressen kommt.
Material: Tannenzapfen (2–3 geöffnete), Kokosfett oder reines Pflanzenfett (etwa 100 g), Vogelfutter (Körnermischung) (etwa 100 g), Bindfaden oder Paketschnur (etwa 40 cm je Zapfen)
Die Projektkarte zum Naturarmband rät, in Schutzgebieten nichts abzureißen. Futterhäuser und weitere Vogelprojekte stehen beim Vogelfutterhaus basteln.
Gesammelt wird nur, was man kennt
Sechs Projektkarten dieser Auswahl enthalten einen Satz zum Sammeln: nur Zweige von bekannten Bäumen und Sträuchern, keine Beeren, beim Eisanhänger ausdrücklich keine Eibe. Laut BfR betreffen rund 80 % der Pflanzenexpositionen Kinder bis 9 Jahre. Welche Pflanzen das BfR nennt und was bei Verdacht zu tun ist, mit Quelle und Datum:
Naturmaterial sammeln: giftige Pflanzen und Pilze · geprüft am 28.10.2026
| Pflanze | Teil | Hinweis | Quelle | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Eibe (Taxus baccata) | alle außer dem roten Fruchtfleisch | Kategorie 2 (Bundesanzeiger 2021); Broschüre 2017: +++ | BfR / BAnz 2021 | bundesanzeiger.de |
| Goldregen (Laburnum anagyroides) | alle | Kategorie 2; Broschüre 2017: v. a. Blüten, grüne Früchte, Samen | BfR / BAnz 2021 | bundesanzeiger.de |
| Maiglöckchen (Convallaria majalis) | Blüten, Samen, Blätter | Kategorie 2; Broschüre 2017: Beeren sehr bitter | BfR / BAnz 2021 | bundesanzeiger.de |
| Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) | Samen, Blätter, Rinde | ++ (weniger schwerer Verlauf möglich); nicht in der Liste 2021 | BfR-Broschüre 2017 | bfr.bund.de |
| Stechpalme (Ilex) | Blätter, Früchte | ++; bei mehreren Beeren Magen-Darm-Beschwerden | BfR-Broschüre 2017 | bfr.bund.de |
| Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) | rohe Früchte, Blätter | Kategorie 2 | BfR / BAnz 2021 | bundesanzeiger.de |
| Wilder Wein / Jungfernrebe (Parthenocissus) | Früchte | Kategorie 2 | BfR / BAnz 2021 | bundesanzeiger.de |
| Lebensbaum (Thuja) | alle | Kategorie 2 | BfR / BAnz 2021 | bundesanzeiger.de |
| Seidelbast (Daphne mezereum) | alle | Kategorie 2 (Bundesanzeiger 2021); Broschüre 2017: +++ | BfR / BAnz 2021 | bundesanzeiger.de |
| Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) | alle | Kategorie 3; Verwechslung mit Bärlauch | BfR / BAnz 2021 | bundesanzeiger.de |
| Tollkirsche (Atropa belladonna) | alle | Kategorie 3; Verwechslung mit Heidelbeere | BfR / BAnz 2021 | bundesanzeiger.de |
| Blauer Eisenhut (Aconitum napellus) | alle | Kategorie 3; nur mit Handschuhen anfassen | BfR / BAnz 2021 | bundesanzeiger.de |
| Rizinus / Wunderbaum (Ricinus communis) | Samen | Kategorie 3 | BfR / BAnz 2021 | bundesanzeiger.de |
| Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) | ganze Pflanze, v. a. Milchsaft | +; Haut- und Schleimhautreizung; nicht in der Liste 2021 | BfR-Broschüre 2017 | bfr.bund.de |
| Mistel (Viscum) | Stängel, Blätter, Beeren | +; Beschwerden nur bei größeren Mengen | BfR-Broschüre 2017 | bfr.bund.de |
| Stechpalme (Ilex aquifolium) | Blätter, Früchte | ++; bei 1 bis 5 Beeren Flüssigkeit | BfR-Broschüre 2017 | bfr.bund.de |
| Christrose (Helleborus niger) | alle | Kategorie 2 (Liste 2021); Broschüre 2017: + | BfR / BAnz 2021 | bundesanzeiger.de |
| Efeu (Hedera helix) | Beeren, Blätter | ++; Beeren sehr bitter, bis 3 Beeren Flüssigkeit | BfR-Broschüre 2017 | bfr.bund.de |
Kategorien laut BfR-Bekanntmachung im Bundesanzeiger 2021: 3 = hohes Vergiftungsrisiko (geringe Mengen können bei Kleinkindern schwere, potenziell lebensbedrohliche Vergiftungen auslösen), 2 = mittleres Risiko. Kreuze (+++/++) aus der älteren BfR-Broschüre „Risiko Pflanze“ (Stand 2017); bei Eibe und Seidelbast weichen beide Einstufungen voneinander ab. Pfaffenhütchen und Stechpalme stehen nicht in der Liste von 2021. Rosskastanie und Eicheln nennen die geprüften BfR-Quellen nicht. Verwechslungshinweise (Bärlauch, Heidelbeere) und der Handschuh-Hinweis zum Eisenhut stammen aus der BfR-FAQ Giftpflanzen (14.03.2025).
- 80 % der Fälle: Kinder bis 9 — Etwa 10 bis 15 % aller Anfragen bei Giftinformationszentren betreffen Pflanzen; rund 80 % der Pflanzenexpositionen betreffen Kinder bis 9 Jahre, ein großer Teil davon Kleinkinder von 1 bis 4 Jahren. Meist bleiben die Fälle ohne oder mit leichten Symptomen; mittlere und schwere Verläufe machen rund 2 bis 3 % aus (BfR). bfr.bund.de
- häufig: Eibe, Goldregen, Maiglöckchen, Holunder — Zu den am häufigsten angefragten Pflanzen mit mittelschwerem Vergiftungsrisiko zählt das BfR Eibe, Holunder, Maiglöckchen, ungekochte Gartenbohnen, Goldregen, Aronstab, Narzissen, Lebensbaum (Thuja), Wolfsmilchgewächse, Wilden Wein und Oleander; mit schwerem Risiko Eisenhut, Herbstzeitlose, Tollkirsche, Schierling, Stechapfel, Rizinus und Engelstrompete. bfr.bund.de
- Reste aufheben, Giftnotruf, kein Erbrechen — Hat ein Kind Pflanzenteile gegessen: Reste aus dem Mund entfernen und aufheben, ein Giftinformationszentrum anrufen oder ärztliche Hilfe suchen und dabei Pflanze, gegessene Teile, Menge, Zeitpunkt sowie Alter und Gewicht des Kindes nennen. Ein bis zwei Gläser Wasser oder Tee sind möglich; keine Milch, kein Salzwasser, kein Erbrechen auslösen (BfR). bfr.bund.de
- Kategorie 3 = hohes, 2 = mittleres Risiko — Das BfR hat 2021 eine Liste besonders giftiger Garten- und Wildpflanzen bekannt gemacht, die bei Kleinkindern schon in geringen Mengen mittelschwere (Kategorie 2) oder schwere, potenziell lebensbedrohliche Vergiftungen (Kategorie 3) auslösen können; sie sollen nicht dort gepflanzt werden, wo Kinder sich aufhalten und spielen. bundesanzeiger.de
- Eibe: Nadeln, Samen giftig — Bei der Eibe sind laut BfR-Broschüre Nadeln und zerbissene Samen giftig, der rote, süßlich schmeckende Samenmantel dagegen nicht; beim Pfaffenhütchen sind Samen, Blätter und Rinde giftig, beim Goldregen Blüten, grüne Früchte und Samen. bfr.bund.de
- Kleinkinder draußen beaufsichtigen — Kleine Kinder sollten in Natur, Garten und auf dem Balkon stets beaufsichtigt und früh über Gefahren aufgeklärt werden; Pflanzen nur dann zum Verzehr sammeln, wenn man sie sicher von giftigen unterscheiden kann (BfR). bfr.bund.de
- Pilze: schon kleine Mengen gefährlich — Bei Pilzen sind Kinder laut BfR besonders gefährdet: Schon kleine Mengen giftiger Pilze können schwere Schäden verursachen. Der Grüne Knollenblätterpilz, der giftigste Pilz in Deutschland, wächst von Juli bis Oktober vor allem in Laubwäldern, aber auch in Parkanlagen. Bei Verdacht Arzt oder Giftinformationszentrum anrufen und Pilzreste aufheben. bfr.bund.de
- Weihnachtsstern: + (Milchsaft reizt) — Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) ist laut BfR-Broschüre gering giftig (+): giftig ist die ganze Pflanze, besonders der weiße Milchsaft; er kann Haut und Schleimhäute reizen und Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Hinweis des BfR: Flüssigkeit geben, bei Symptomen zum Arzt oder Hautarzt. bfr.bund.de
- nach Kontakt Hände waschen — Der Milchsaft von Wolfsmilchgewächsen, zu denen auch der Weihnachtsstern gehört, kann laut BfR schon bei Hautkontakt reizen; nach Kontakt sollen die Hände so rasch wie möglich gewaschen werden. bfr.bund.de
- Mistel: + (Beeren, Blätter, Stängel) — Die Mistel (Viscum-Arten), beliebt als Adventsschmuck, ist laut BfR-Broschüre gering giftig (+): giftig sind Stängel, Blätter und die weißen Beeren; nur bei größeren Mengen treten Magen-Darm-Beschwerden und Schwitzen auf. Hinweis des BfR: bei Beeren nur Flüssigkeit geben, bei Symptomen zum Arzt. bfr.bund.de
- Stechpalme: ++, ab mehreren Beeren Beschwerden — Bei der Stechpalme (Ilex aquifolium, ++) sind laut BfR-Broschüre Blätter und rote Früchte giftig; mehrere Beeren können Magen-Darm-Beschwerden, auch Herzbeschwerden auslösen. Hinweis des BfR: ausspucken lassen, bei 1 bis 5 Beeren Flüssigkeit geben, bei Symptomen zum Arzt. bfr.bund.de
- Christrose: Kategorie 2 (2021) — Christrosen und andere Nieswurz-Arten (Helleborus) stehen in der BfR-Liste besonders giftiger Pflanzen von 2021 in Kategorie 2 (mittleres Vergiftungsrisiko bei Kleinkindern schon in geringen Mengen), alle Pflanzenteile. Die ältere BfR-Broschüre von 2017 stufte die Christrose noch mit + ein (Blätter, Samen, Wurzeln); die neuere Liste geht vor. bundesanzeiger.de
- Efeu: ++ (Beeren bitter) — Beim Efeu (Hedera helix, ++) sind laut BfR-Broschüre Beeren und Blätter giftig; die Beeren schmecken sehr bitter, größere Mengen sind deshalb unwahrscheinlich. Mehrere Beeren können Magen-Darm-Beschwerden auslösen, größere Mengen Herzrhythmusstörungen. Hinweis des BfR: bis 3 Beeren Flüssigkeit, bei Symptomen zum Arzt. bfr.bund.de
- nicht in der Liste 2021: Weihnachtsstern, Mistel, Stechpalme, Efeu — Weihnachtsstern, Mistel, Stechpalme und Efeu stehen nicht in der BfR-Liste von 2021 der Pflanzen mit mittlerem oder hohem Vergiftungsrisiko für Kleinkinder (Kategorie 2 und 3); aus der dort genannten Gattung Euphorbia sind andere Arten aufgeführt, nicht der Weihnachtsstern. bundesanzeiger.de
Auch was ungiftig ist, darf nicht unbegrenzt mit. Das Bundesnaturschutzgesetz erlaubt, Blumen, Gräser, Moose, Früchte und Zweige wild lebender Pflanzen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf pfleglich mitzunehmen, aber nicht dort, wo ein Betretungsverbot gilt. Besonders geschützte Arten bleiben ganz stehen, darunter wild wachsende Stechpalmen und Eiben sowie Torf- und Weißmoose. Für den Eisanhänger heißt das: wenig Moos und nur eines, das man sicher kennt. Mit Quelle und Datum:
Naturmaterial sammeln: was erlaubt ist und welche Pflanzen geschützt sind · geprüft am 28.10.2026
| Pflanze | Schutz | Hinweis | Quelle | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Stechpalme (Ilex aquifolium) | besonders geschützt | nur wild lebende Bestände; Gartenpflanzen nicht betroffen | BArtSchV Anlage 1 | gesetze-im-internet.de |
| Eibe (Taxus baccata) | besonders geschützt | nur wild lebende Bestände; zudem giftig (siehe Giftpflanzen) | BArtSchV Anlage 1 | gesetze-im-internet.de |
| Christrosen, Nieswurz (Helleborus, alle europäischen Arten) | besonders geschützt | nur wild lebende Bestände | BArtSchV Anlage 1 | gesetze-im-internet.de |
| Primeln, Schlüsselblumen (Primula, alle europäischen Arten) | besonders geschützt | nur wild lebende Bestände | BArtSchV Anlage 1 | gesetze-im-internet.de |
| Torfmoose, Weißmoose, Hainmoose (Sphagnum, Leucobryum, Hylocomium) | besonders geschützt | alle heimischen Arten, nur wild lebende Bestände; kein Moos für Kränze aus dem Wald | BArtSchV Anlage 1 | gesetze-im-internet.de |
| Bärlappgewächse (Lycopodiales) | besonders geschützt | alle Bestände | BArtSchV Anlage 1 | gesetze-im-internet.de |
Auswahl bastelrelevanter Arten aus Anlage 1 BArtSchV, keine vollständige Liste. Fußnote 8 der Anlage: „Nur wild lebende Populationen“. Landesrecht und Schutzgebietsverordnungen können strenger sein.
- Geringe Mengen für den eigenen Bedarf, pfleglich — Jeder darf wild lebende Blumen, Gräser, Farne, Moose, Flechten, Früchte, Pilze, Tee- und Heilkräuter sowie Zweige wild lebender Pflanzen in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pfleglich aus der Natur entnehmen – aber nur an Stellen, die keinem Betretungsverbot unterliegen (§ 39 Abs. 3 Bundesnaturschutzgesetz, oft „Handstraußregel“ genannt). gilt seit 01.03.2010 · gesetze-im-internet.de
- Nichts ohne vernünftigen Grund ausreißen oder zerstören — Verboten ist, wild lebende Pflanzen ohne vernünftigen Grund von ihrem Standort zu entnehmen, ihre Bestände niederzuschlagen oder zu verwüsten, wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen sowie Lebensstätten von Tieren und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören (§ 39 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz). gilt seit 01.03.2010 · gesetze-im-internet.de
- Besonders geschützte Arten: nicht pflücken, nicht mitnehmen — Wild lebende Pflanzen der besonders geschützten Arten dürfen nicht aus der Natur entnommen, ihre Standorte nicht beschädigt werden; es ist auch verboten, sie in Besitz zu nehmen. Bei besonders geschützten Tierarten dürfen auch Entwicklungsformen sowie Fortpflanzungs- und Ruhestätten nicht entnommen oder beschädigt werden (§ 44 Abs. 1 und 2 Bundesnaturschutzgesetz). Die Ausnahme für geringe Mengen in § 39 Abs. 3 bezieht sich nur auf § 39 Abs. 1 Nr. 2, nicht auf diese Verbote. gilt seit 01.03.2010 · gesetze-im-internet.de
- Wilde Stechpalme, Eibe, Christrose, Torf- und Weißmoos geschützt — Besonders geschützt sind nach der Bundesartenschutzverordnung unter anderem wild wachsende Stechpalmen, Eiben, Christrosen und andere Nieswurz-Arten, Primeln und Schlüsselblumen, Torfmoose, Weißmoose, Hainmoose sowie Bärlappgewächse. Für Stechpalme, Eibe, Christrosen, Primeln und die genannten Moose gilt der Schutz nur für wild lebende Bestände, nicht für Gartenpflanzen (Bundesartenschutzverordnung, Anlage 1). gesetze-im-internet.de
- Naturschutzgebiet/Nationalpark: Verordnung vor Ort beachten — In Naturschutzgebieten sind alle Handlungen verboten, die das Gebiet oder seine Bestandteile zerstören, beschädigen, verändern oder nachhaltig stören können; die Einzelheiten regelt die jeweilige Schutzgebietsverordnung. Nationalparke sind wie Naturschutzgebiete zu schützen (§ 23 Abs. 2 und § 24 Abs. 3 Bundesnaturschutzgesetz). Wo ein Betretungsverbot gilt, ist auch das Sammeln nach der Handstraußregel nicht erlaubt. gilt seit 01.03.2010 · gesetze-im-internet.de
Was heute geht, zeigt der Material-Finder
Im Material-Finder lassen sich Stöcke, Steine, Zapfen und Blätter als vorhanden ankreuzen. Er startet hier mit dem Anlass Herbst; wer im Frühling oder Sommer sammelt, stellt den Anlass um.
Die Projekte erscheinen, sobald das Script geladen ist.
Einkaufsliste
Nur was fehlt, mit Ersatz aus dem Haushalt, wo es einen gibt. Links führen zur Amazon-Suche (Partnerlink).
Wie der Material-Finder auswählt
- Gesucht wird in der Projektdatenbank dieser Seite (337 Projekte, Stand 19.10.2026). Altersspanne, Bastelzeit, Trockenzeit, Hilfebedarf und Schmutz sind Einschätzungen der Seite, keine Normwerte.
- Ein Projekt passt, wenn das Alter in seiner Spanne liegt, die Bastelzeit in die gewählte Zeit passt und alle Filter zutreffen. Sofort machbar heißt: Jedes Pflichtmaterial ist angekreuzt. Projekte, denen ein oder zwei Dinge fehlen, stehen darunter — mit genau diesen Dingen.
- Kleinteile wie Knöpfe, Perlen, Wackelaugen oder Kastanien sind erst ab 3 Jahren eingeplant (Spielzeugrecht: verschluckbare Teile sind für Kinder unter 36 Monaten nicht zulässig). Werkzeuge wie Heißklebepistole oder Cutter tauchen nur in Schritten für Erwachsene auf.
- Die Vorauswahl „typischer Haushalt“ ist eine Annahme — bitte abwählen, was fehlt. Gespeichert wird nichts; die Auswahl steht nur im Link.
Die Fallstricke
- Morsches Holz. Es bricht beim Spannen der Wolle oder beim Biegen zum Ring.
- Geschlossene Zapfen. Die Karten nehmen offene; geschlossene erst ein bis zwei Tage warm und trocken legen.
- Acrylfarbe in Lieblingskleidung. Sie geht nicht mehr heraus.
- Nasse Steine bemalen. Die Karten waschen sie vorher und lassen sie vollständig trocknen.
Was praktisch hilft
- Beim Sammeln schon trennen. Gerade, trockene Stöcke in eine Tüte, biegsame Zweige getrennt, kleine Funde in eine eigene.
- Erst sammeln, dann auswählen. Wer weiß, was im Korb liegt, findet im Material-Finder das passende Projekt.
- Ein Projekt mit Aufgabe verbinden. Die Karten schlagen vor: beim Armband nur eine Farbe sammeln, beim Mandala Ringe abzählen.
- Funde aus dem Herbst weiterverwenden. Zapfen, Zweige und Blätter tauchen auch beim Herbstbasteln auf.
Was ich noch nicht weiß
- Was vor Ort zusätzlich gilt. Erfasst ist Bundesrecht; Landesrecht und Schutzgebietsverordnungen können strenger sein.
- Wie lange Naturbasteleien halten. Ob Zapfen, Moos und Zweige nach Wochen bröseln oder schimmeln, ist nicht erfasst.
- Wie wetterfest lackierte Steine sind. Die Karte empfiehlt Klarlack für draußen, eine Haltbarkeit nennt sie nicht.
Häufige Fragen
Naturmaterialien basteln mit Kindern?
Die Projektdatenbank von klebegeister.de sortiert Naturprojekte nach dem Fundstück (Stand 28.10.2026). Aus Ästen und Zweigen werden ein Hexenbesen, ein Mobile, ein klangendes Windspiel, ein Tannenbaum mit Wolle, ein Webrahmen aus einer Astgabel, ein Traumfänger im Weidenring und ein Floß. Steine werden mit Acrylfarbe zu Tieren, Kakteen oder Spielsteinen. Zapfen sind schon der Körper für Igel und Eule. Blüten und Gräser kleben auf einem Armband aus Malerkrepp, gemischte Funde werden zum Mandala oder im Winter zum Eisanhänger. Die Projekte passen nach der Einschätzung der Seite für Kinder von 2 bis 12 Jahren.
Basteln mit Ästen aus dem Wald?
Sieben Projekte auf klebegeister.de brauchen Äste oder Zweige. Trockene, gerade Stöcke werden zum Hexenbesen mit Zeitungsfransen (ab 3 Jahren), zum Ast-Mobile mit Zapfen und Federn, zum klangenden Windspiel (ab 4) und zum Tannenbaum aus quer gebundenen Zweigen (ab 5). Frisches oder stabiles Holz braucht der Traumfänger im Weidenring (ab 6), für den Erwachsene etwa 80 cm lange Zweige zum Ring biegen, die Astgabel zum Weben und das Floß aus acht bis zehn daumendicken Stöcken (ab 5). Morsches Holz bricht beim Spannen. Gesammelt wird nur von bekannten Bäumen und Sträuchern. Alle Altersangaben sind Einschätzungen der Seite.
Basteln mit Naturmaterialien Kleinkind?
Für Kinder ab 2 Jahren nennt die Projektdatenbank von klebegeister.de vor allem Projekte, bei denen Funde aufgeklebt oder angedrückt werden. Beim Naturarmband legt ein Erwachsener Malerkrepp mit der Klebeseite nach außen ums Handgelenk, das Kind drückt unterwegs Blüten und Gräser darauf. Mit Herbstblättern kommen ein Laub-Igel, ein Fensterbild mit Kontaktfolie und eines mit Stärkekleister dazu. Eicheln, Kastanien und kleine Kiesel plant die Materialdatenbank erst ab 3 Jahren ein, weil sie verschluckbar sind. Draußen gilt für alle Altersstufen: nur sammeln, was man kennt, und nichts in den Mund stecken.
Naturmaterialien basteln im Winter?
Auch im Winter liegt draußen genug. Die Projektdatenbank von klebegeister.de nennt Eisanhänger, bei denen Zweige, Tannengrün und Moos in etwa 2 cm Wasser in einem Joghurtbecher einfrieren, über Nacht bei Frost oder im Gefrierfach. Geöffnete Tannenzapfen werden mit Kokosfett und Körnern zu Futterzapfen für Meisen; das Fett schmelzen Erwachsene. Aus trockenen Zweigen und grüner Wolle entsteht ein flacher Tannenbaum zum Aufhängen, der nach der Einschätzung der Seite ab 5 Jahren passt. Beim Eisanhänger gilt laut Projektkarte: keine giftigen Pflanzen wie Eibe verwenden und das Eis nicht lutschen.
Weiterlesen
- Herbstbasteln mit Kindern — Blätter, Kastanien und Zapfen nach Alter
- Basteln mit Tannenzapfen — Igel, Eule, Wichtel und Futterzapfen
- Steine bemalen — Farben, Motive und Lack
- Traumfänger basteln — vom Pappteller bis zum Weidenring
- Basteln mit Blättern — frisch, gepresst oder als Stempel
- Material-Finder — Projekte aus dem, was zu Hause liegt
- So arbeite ich — woher die Werte stammen