Am Abend des 5. Dezember stehen Stiefel vor der Tür, am Morgen des Nikolaustags liegt etwas darin. Wer den Stiefel oder Sack mit dem Kind selbst bastelt, braucht ein Behältnis, das eine Mandarine aushält, und für die Jüngsten einen Nikolaus, bei dem Kleben schon die ganze Aufgabe ist.
Alle Projekte, Altersangaben und Zeiten stammen aus der Projektdatenbank von klebegeister.de: Einschätzungen der Seite, keine Normwerte, Stand 27.10.2026.
Vier Nikolaus-Projekte: zwei zum Hinstellen, zwei zum Befüllen
In der Projektdatenbank habe ich vier Projekte zum Nikolaustag erfasst, alle unter dem Anlass Advent. Zwei ergeben eine Nikolausfigur, zwei ein Behältnis, das der Nikolaus füllen kann. Die Altersspannen reichen von 2 bis 9 Jahren, die Bastelzeit von 20 bis 45 Minuten. Bei allen vier helfen Erwachsene nach Einschätzung bei einzelnen Schritten, meist beim Schneiden und Lochen.
| Projekt | Alter laut Datenbank | Bastelzeit (min) | Vorbereitung (min) | Trocknen (min) | Fehlt meist |
|---|---|---|---|---|---|
| Nikolaus aus der Klopapierrolle | 2–6 | 20 | 10 | 15 | Tonpapier in Rot, Hautfarbe und Schwarz |
| Nikolaus aus dem Pappteller | 2–6 | 20 | 5 | 30 | Pappteller, rotes Tonpapier |
| Nikolaussack aus der Papiertüte | 3–8 | 30 | 5 | 0 | nichts |
| Nikolausstiefel aus Tonkarton | 4–9 | 45 | 10 | 15 | 2 Bogen roter Tonkarton |
„Fehlt meist“ heißt: nicht Haushalt, Altpapier oder Grundwerkzeug. Nur der Sack kommt laut Datenbank ganz ohne Einkauf aus. Watte oder Wattepads, Wollreste, Locher und Schnur führt das Materialvokabular als Haushaltsmaterial.
Ab 2 Jahren kleben Kinder den Nikolaus, Erwachsene schneiden vor
Bei Rolle und Teller ist das Kind für Kleber, Watte und Gesicht zuständig. Erwachsene schneiden die Teile vorher zu: bei der Rolle Mantel, Gesicht, Gürtel und den Halbkreis für die Mütze, beim Teller ein großes Dreieck als Mütze.
Nikolaus aus der Klopapierrolle
- Alter 2–6 Jahre
- Bastelzeit ≈ 20 min
- Trocknen ≈ 15 min
Rolle, rotes Papier und Watte: Kleinkinder kleben, Erwachsene schneiden vor.
Material: Klopapierrollen (1), Tonpapier (bunt, 130 g/m²) (Reste in Rot, Hautfarbe und Schwarz), Klebestift (1), Bastelkleber (lösemittelfrei) (etwas), Wattepads oder Watte (eine Handvoll oder 2–3 Wattepads), Filzstifte (einige Farben), Kinderschere (abgerundet) (1 (Erwachsene))
Nikolaus aus dem Pappteller
- Alter 2–6 Jahre
- Bastelzeit ≈ 20 min
- Trocknen ≈ 30 min
Ein Teller als Gesicht, viel Watte als Bart: Das Ergebnis ist groß und gelingt jedem Alter.
Material: Pappteller (unbeschichtet) (1), Tonpapier (bunt, 130 g/m²) (1 Bogen in Rot), Wattepads oder Watte (eine große Handvoll oder 6–8 Wattepads), Bastelkleber (lösemittelfrei) (etwas), Borstenpinsel (dick) (1 für den Kleber), Filzstifte (einige Farben), Kinderschere (abgerundet) (1 (Erwachsene))
Der Teller ergibt ein großes Gesicht für Tür oder Fenster, die Rolle einen Nikolaus für die Fensterbank. Für den Tellerbart nennt die Materialliste eine große Handvoll Watte oder 6 bis 8 Wattepads; laut Projektkarte lassen sich die Pads in Schichten teilen, dann reicht eine Packung für mehrere Bärte. Bei der Rolle sitzt die Mütze ohne Kleber, wenn sie etwas weiter gedreht wird als die Rolle, und lässt sich abnehmen.
Weitere Figuren aus Papprollen stehen bei Basteln mit Klopapierrollen, was mit 1, 2 und 3 Jahren gelingt, bei Basteln mit Kleinkindern.
Nikolausstiefel basteln: zwei Lagen Karton, mit Wolle zusammengefädelt
Laut Projektkarte hält ein Stiefel aus zwei Lagen Karton, die mit Wolle zusammengefädelt sind, mehr aus als ein geklebter. Eine Nadel braucht es dafür nicht: Das Wollende wird mit Klebefilm zu einer festen Spitze gewickelt. Die Datenbank schätzt den Stiefel ab 4 Jahren und auf etwa 45 Minuten.
- Erwachsene. Eine große Stiefelform auf roten Tonkarton zeichnen, beide Bogen zusammen ausschneiden und rundherum Löcher durch beide Lagen stanzen, etwa zwei Finger breit auseinander. Die Öffnung oben bleibt frei.
- Das Kind. Die Wolle immer von vorn durch das nächste Loch führen und über den Rand zurück, am Ende verknoten und eine Schlaufe zum Aufhängen lassen. Zum Schluss eine Krempe aus Wattepads und den eigenen Namen.
Für die Naht rechnet die Materialliste mit etwa 1,5 m Wolle; Ältere bestempeln den Karton vorher, solange er flach liegt.
Nikolausstiefel aus Tonkarton zum Befüllen
- Alter 4–9 Jahre
- Bastelzeit ≈ 45 min
- Trocknen ≈ 15 min
- Hilfe Erwachsene helfen bei einzelnen Schritten
Zwei Lagen Karton, mit Wolle zusammengefädelt, halten mehr aus als ein geklebter Stiefel.
Material: Tonkarton (bunt, 220–300 g/m²) (2 Bogen A4 in Rot), Kinderschere (abgerundet) (1), Locher (1), Wollreste (etwa 1,5 m in Weiß oder Grün), Klebefilm (1 Stück für die Fadenspitze), Wattepads oder Watte (einige Wattepads), Bastelkleber (lösemittelfrei) (etwas), Filzstifte (zum Beschriften)
So geht’s
- Erwachsene: Eine große Stiefelform auf einen Bogen zeichnen, beide Bögen aufeinanderlegen und zusammen ausschneiden.
- Erwachsene: Rundherum außer an der Öffnung Löcher durch beide Lagen stanzen, etwa zwei Finger breit auseinander.
- Ein Ende der Wolle mit Klebefilm zu einer festen Spitze wickeln, das andere Ende hinten an das erste Loch knoten.
- Die Wolle immer von vorne durch das nächste Loch fädeln und über den Rand zurückführen.
- Am letzten Loch das Ende verknoten und eine Schlaufe zum Aufhängen lassen.
- Wattepads als Krempe oben auf den Stiefel kleben und den Namen daraufschreiben.
Varianten: Für Ältere: Den Stiefel mit gestempelten Sternen oder Schneeflocken verzieren, bevor er zusammengefädelt wird.
Tipp: Schweres unten hineinlegen; zu viel Gewicht reißt die Löcher am Rand aus.
Der Nikolaussack kommt ohne Einkauf aus
Aus einer mittelgroßen Papiertüte wird ein Sack mit Zugband, eingeschätzt für 3 bis 8 Jahre und etwa 30 Minuten. Erwachsene schneiden die Henkel ab und schlagen den oberen Rand etwa 3 cm breit nach außen um. Der doppelte Rand trägt das Zugband: Ohne ihn reißt das Papier laut Projektkarte beim Zuziehen. Danach malt das Kind die Tüte rundum an, Erwachsene stanzen acht bis zehn Löcher, und etwa 80 cm Schnur mit Klebefilm-Spitze laufen abwechselnd außen und innen durch den Rand.
Nikolaussack aus der Papiertüte
- Alter 3–8 Jahre
- Bastelzeit ≈ 30 min
- Hilfe Erwachsene helfen bei einzelnen Schritten
Eine Einkaufstasche aus Papier wird mit Farbe und Schnur zum Sack, den das Kind selbst zuzieht.
Material: Papiertüte (1 mittelgroße), Wachsmalstifte oder Wachsmalblöcke (einige Farben), Locher (1), Bindfaden oder Paketschnur (etwa 80 cm), Klebefilm (1 Stück für die Fadenspitze), Kinderschere (abgerundet) (1 (Erwachsene))
Wenn da: Sticker
So geht’s
- Erwachsene: Henkel abschneiden und den oberen Rand einmal etwa 3 cm breit nach außen umschlagen.
- Die Tasche rundum bemalen: Sterne, Tannen, Schnee und den eigenen Namen.
- Erwachsene: Durch den doppelten Rand rundherum acht bis zehn Löcher stanzen.
- Ein Ende des Fadens mit Klebefilm zur festen Spitze wickeln.
- Den Faden abwechselnd von außen nach innen und von innen nach außen durch alle Löcher fädeln.
- Füllen, die Enden zusammenziehen und eine Schleife binden.
Varianten: Für Jüngere: Erwachsene fädeln, das Kind malt und klebt Sticker. Für Ältere: Stiefel oder Nikolausmütze aus Tonpapierresten aufkleben.
Tipp: Der umgeschlagene Rand macht die Löcher doppelt so stark; ohne ihn reißt das Papier beim Zuziehen.
Bei Jüngeren fädeln laut Projektkarte Erwachsene, das Kind malt und klebt Sticker.
Was in den Stiefel kommt, entscheidet die Bauart, nicht ein Produkt
Nach dem Brauch füllt der Nikolaus in der Nacht zum 6. Dezember Stiefel oder Schuhe, etwa mit Mandarinen, Schokolade oder Lebkuchen. Konkrete Produkte empfehle ich hier nicht; für die gebastelten Behälter zählen Gewicht und Form.
Der Tonkarton-Stiefel fasst laut Projektkarte eine Mandarine und kleine Überraschungen. Schweres kommt nach unten, zu viel Gewicht reißt die Löcher am Rand aus. Der Sack wird oben zugezogen und eignet sich für Dinge, die nicht in einen flachen Stiefel passen. Wer etwas Selbstgemachtes hineinlegen will, findet ein Gutscheinheft und andere kleine Geschenke bei Weihnachtsgeschenke basteln.
Für Kinder unter 3 ist die Füllung eine Kleinteilfrage
Papier, Pappe und Watte aus den vier Projekten sind im Materialvokabular nicht als Kleinteil markiert. Anders kann es bei dem sein, was im Stiefel landet: kleine Figuren, Radiergummis, Anhänger. Spielzeug, das offensichtlich für Kinder unter 36 Monaten bestimmt ist, darf keine verschluckbaren Teile haben. Was gilt, mit Quelle und Datum:
Spielzeug: Kleinteile, Warnhinweise, CE-Kennzeichnung · geprüft am 18.10.2026
- Spielzeug = für Kinder unter 14 Jahren — Spielzeug im Sinne der deutschen Spielzeugverordnung (2. ProdSV) sind alle Produkte, die ausschließlich oder nicht ausschließlich dazu bestimmt oder gestaltet sind, von Personen unter 14 Jahren beim Spielen verwendet zu werden (§ 2 Nr. 24a 2. ProdSV; ebenso Art. 2 Abs. 1 der Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG). gilt seit 20.07.2011 · gesetze-im-internet.de
- in Kraft seit 20.07.2011 — Die Spielzeugverordnung (2. ProdSV) ist am 20. Juli 2011 in Kraft getreten und hat die Spielzeugverordnung von 1989 abgelöst; sie setzt die EU-Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG in deutsches Recht um. gilt seit 20.07.2011 · gesetze-im-internet.de
- keine verschluckbaren Teile unter 36 Monaten — Spielzeug, das offensichtlich für Kinder unter 36 Monaten bestimmt ist, muss samt seinen Bestandteilen und abnehmbaren Teilen so groß sein, dass es nicht verschluckt oder eingeatmet werden kann (Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG, Anhang II Teil I Nr. 4 Buchst. d). gilt seit 20.07.2011 · eur-lex.europa.eu
- „Achtung! Nicht für Kinder unter 36 Monaten / drei Jahren geeignet.“ + Gefahr — Spielzeug, das für Kinder unter 36 Monaten gefährlich sein könnte, trägt einen Warnhinweis wie „Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet.“ oder „Nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet.“ (auch als Bildzeichen möglich); er muss um einen kurzen Hinweis auf die besondere Gefahr ergänzt werden, der auch in der Gebrauchsanleitung stehen kann (Anhang V Teil B Nr. 1 RL 2009/48/EG). Jeder Warnhinweis beginnt mit dem Wort „Achtung“ (§ 11 Abs. 3 2. ProdSV). gilt seit 20.07.2011 · eur-lex.europa.eu
- Ausnahme: offensichtlich nicht für unter 36 Monate — Der Warnhinweis für unter 36 Monate entfällt bei Spielzeug, das aufgrund seiner Funktion, Abmessungen, Merkmale oder aus anderen zwingenden Gründen offensichtlich nicht für Kinder unter 36 Monaten bestimmt sein kann (Anhang V Teil B Nr. 1 RL 2009/48/EG). Fehlt der Hinweis, heißt das also nicht automatisch, dass das Spielzeug für Kleinkinder geeignet ist. gilt seit 20.07.2011 · eur-lex.europa.eu
- Warnhinweise deutsch, vor dem Kauf sichtbar (auch online) — Warn- und Sicherheitshinweise müssen auf Deutsch abgefasst sein; Mindest- und Höchstalter sowie die einschlägigen Warnhinweise müssen auf der Verpackung stehen oder sonst vor dem Kauf klar erkennbar sein – das gilt auch beim Online-Kauf (§ 11 Abs. 4 und 5 2. ProdSV). gilt seit 20.07.2011 · gesetze-im-internet.de
- „Enthält Spielzeug. Beaufsichtigung durch Erwachsene empfohlen.“ — In Lebensmitteln enthaltenes Spielzeug muss eine eigene Verpackung haben, die im Lieferzustand nicht verschluckt oder eingeatmet werden kann; der Warnhinweis lautet „Enthält Spielzeug. Beaufsichtigung durch Erwachsene empfohlen.“ Spielzeug, das so mit einem Lebensmittel verbunden ist, dass erst das Lebensmittel verzehrt werden muss, ist verboten (Anhang II Teil I Nr. 4 Buchst. f und h, Anhang V Teil B Nr. 7 RL 2009/48/EG). gilt seit 20.07.2011 · eur-lex.europa.eu
- CE-Kennzeichnung Pflicht — Auf dem Markt bereitgestelltes Spielzeug muss die CE-Kennzeichnung tragen – sichtbar, lesbar und dauerhaft auf dem Spielzeug, einem daran befestigten Etikett oder der Verpackung; sie wird vor dem Inverkehrbringen angebracht (§ 13 2. ProdSV). gilt seit 20.07.2011 · gesetze-im-internet.de
- EN 71-1: Norm, unter 14 J., Zusatzanforderungen unter 36 Monate — Die Norm EN 71-1 (Sicherheit von Spielzeug, mechanische und physikalische Eigenschaften) gilt für Spielzeug für Kinder unter 14 Jahren und enthält zusätzliche Anforderungen für Spielzeug für Kinder unter 36 Monaten, unter 18 Monaten und für Kinder, die noch nicht ohne Hilfe sitzen können. EN 71-1 ist eine Norm, keine Rechtsvorschrift. dinmedia.de
- Ø 31,7 mm · Tiefe 25,4–57,1 mm — Verschluckbare Kleinteile werden mit einem genormten Prüfzylinder geprüft: Durchmesser 31,7 mm, innen eine schräge Ebene von 25,4 mm bis 57,1 mm Tiefe; er bildet den Schlund eines Kindes bis drei Jahre nach. Passt ein Teil unzerdrückt hinein und ragt nicht heraus, fällt das Produkt durch (Angabe der Stiftung Warentest, März 2025; der Artikel nennt die Norm nicht, Normtext nicht eingesehen). test.de
- VO (EU) 2025/2509 gilt ab 01.08.2030 — Die neue EU-Spielzeugverordnung (EU) 2025/2509 vom 26. November 2025 wurde am 12. Dezember 2025 im Amtsblatt veröffentlicht und tritt am 20. Tag danach in Kraft; sie gilt ab dem 1. August 2030 und hebt die Richtlinie 2009/48/EG mit Wirkung zu diesem Tag auf (Art. 56, 59). Einzelne Artikel (28 bis 44 und 49 bis 55) gelten bereits ab dem 1. Januar 2026. gilt seit 01.08.2030 · eur-lex.europa.eu
- Übergang: Altware nach RL bleibt verkehrsfähig — Spielzeug, das nach der Richtlinie 2009/48/EG vor dem 1. August 2030 in Verkehr gebracht wurde, darf weiter auf dem Markt bereitgestellt werden (Art. 57 VO (EU) 2025/2509). Auch die neue Verordnung behält die Altersgrenze von 14 Jahren und den Warnhinweis „Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet.“ bzw. „… unter drei Jahren geeignet.“ bei; als Bildzeichen ist dann ein roter Kreis auf weißem Grund mit mindestens 10 mm Durchmesser vorgesehen (Art. 2, Anhang III Nr. 2). gilt seit 01.08.2030 · eur-lex.europa.eu
Steckt Spielzeug in einem Lebensmittel, braucht es nach der Spielzeugrichtlinie eine eigene Verpackung, die nicht verschluckt werden kann, und den Hinweis „Enthält Spielzeug. Beaufsichtigung durch Erwachsene empfohlen.“ Kleine Dinge, die leuchten oder Musik spielen, können Knopfzellen enthalten; das BfR nennt unter anderem Lichterketten und Musik-Grußkarten. Was beim Verschlucken passiert:
Knopfzellen in LED-Teelichtern, Laternenstäben und Spielzeug · geprüft am 19.10.2026
- Verätzung der Speiseröhre — Kliniken und Giftinformationszentren haben dem BfR in zehn Jahren mehrere hundert Fälle verschluckter Knopfzellen gemeldet. Bleibt eine Knopfzelle in der Speiseröhre stecken, fließt an der feuchten Schleimhaut Strom; dabei entstehen Hydroxid-Ionen, die schwere Verätzungen verursachen können. bfr.bund.de
- Schäden ab ca. 2 Stunden — Schon nach etwa zwei Stunden Kontakt können tiefe Gewebeschäden entstehen, bis hin zu Durchbrüchen zur Hauptschlagader oder in die Atemwege und schwer stillbaren Blutungen; Narben können die Speiseröhre lebenslang verengen. Je höher die Ladung und je länger der Kontakt, desto schwerer der Schaden – auch scheinbar leere Zellen können schaden (BfR). bfr.bund.de
- Risiko vor allem ab 20 mm — Besonders gefährlich sind laut BfR große Knopfzellen ab 20 mm Durchmesser, weil sie in der engen kindlichen Speiseröhre leicht stecken bleiben. Das Verschlucken bleibt oft unbemerkt: Anfangs gibt es häufig keine oder nur leichte Beschwerden, nach einigen Stunden Erbrechen, Appetitlosigkeit, Fieber oder Husten. bfr.bund.de
- Verdacht: sofort Kinderklinik, Röntgen — Schon bei begründetem Verdacht soll das Kind sofort in einer Kinderklinik geröntgt werden; das BfR rät, einen Rettungswagen zu rufen. Rutscht die Knopfzelle in den Magen, sind meist kaum Komplikationen zu erwarten; dann wird das Ausscheiden unter ärztlicher Kontrolle abgewartet. bfr.bund.de
- LED-Teelichter: Knopfzellen wegschließen — Knopfzellen stecken laut BfR u. a. in LED-Teelichtern, Lichterketten, Musik-Grußkarten und Fernbedienungen. Neue und gebrauchte Knopfzellen sowie Geräte mit Knopfzellen sollen für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden; Spielzeug mit Knopfzellen muss in der EU so gesichert sein, dass kein direkter Zugriff möglich ist, etwa durch ein verschraubtes Batteriefach. bfr.bund.de
- EN 62115: Batteriefach nur mit Werkzeug — Nach der Norm EN 62115 (elektrisches Spielzeug, harmonisiert als EN IEC 62115:2020) dürfen Batteriefächer von Spielzeug für Kinder unter drei Jahren nur mit Werkzeug oder mit zwei unabhängigen, gleichzeitigen Bewegungen zu öffnen sein; bei Knopfzellen gilt das für Spielzeug aller Altersklassen. Bei einer hessischen Marktkontrolle wurden nach Belastungsprüfungen bei 5 von 22 Spielzeugen mit Knopfzellen für ältere Kinder die Zellen zugänglich (Regierungspräsidium Kassel, 2020). rp-kassel.hessen.de
- ab 2030: Batterie nur mit Werkzeug zugänglich — Ab dem 1. August 2030 verlangt die neue EU-Spielzeugverordnung ausdrücklich, dass Batterien in elektrischem Spielzeug, die kleine Teile sind, ohne Werkzeug nicht zugänglich sind (VO (EU) 2025/2509, Anhang II Teil IV Nr. 10). gilt seit 01.08.2030 · eur-lex.europa.eu
Das Zugband des Sacks ist etwa 80 cm lang. Das Materialvokabular rät, lange Schnüre nicht bei Kleinkindern liegen zu lassen; für jüngere Geschwister hängt der Sack besser außer Reichweite.
Für 2026 reicht ein Nachmittag vor dem 5. Dezember
Der Nikolaustag fällt 2026 auf einen Sonntag, der Abend zum Stiefelaufstellen auf Samstag, den 5. Dezember. Rechnet man Bastelzeit, Vorbereitung und Trocknen aus der Datenbank zusammen, braucht der Stiefel etwa 70 Minuten, der Pappteller 55, die Rolle 45 und der Sack 35. Alle vier passen damit in einen Nachmittag. In Kita oder Schule passt die Woche davor.
Welches Projekt mit dem Material im Haus sofort geht und was für die übrigen fehlt, zeigt der Material-Finder:
Die Projekte erscheinen, sobald das Script geladen ist.
Einkaufsliste
Nur was fehlt, mit Ersatz aus dem Haushalt, wo es einen gibt. Links führen zur Amazon-Suche (Partnerlink).
Wie der Material-Finder auswählt
- Gesucht wird in der Projektdatenbank dieser Seite (337 Projekte, Stand 19.10.2026). Altersspanne, Bastelzeit, Trockenzeit, Hilfebedarf und Schmutz sind Einschätzungen der Seite, keine Normwerte.
- Ein Projekt passt, wenn das Alter in seiner Spanne liegt, die Bastelzeit in die gewählte Zeit passt und alle Filter zutreffen. Sofort machbar heißt: Jedes Pflichtmaterial ist angekreuzt. Projekte, denen ein oder zwei Dinge fehlen, stehen darunter — mit genau diesen Dingen.
- Kleinteile wie Knöpfe, Perlen, Wackelaugen oder Kastanien sind erst ab 3 Jahren eingeplant (Spielzeugrecht: verschluckbare Teile sind für Kinder unter 36 Monaten nicht zulässig). Werkzeuge wie Heißklebepistole oder Cutter tauchen nur in Schritten für Erwachsene auf.
- Die Vorauswahl „typischer Haushalt“ ist eine Annahme — bitte abwählen, was fehlt. Gespeichert wird nichts; die Auswahl steht nur im Link.
Den Finder mit allen Anlässen gibt es unter Material-Finder, die Grundausstattung zum Abhaken in der Bastelkiste.
Die Fallstricke
- Zu schwer befüllt. Beim Tonkarton-Stiefel reißt zu viel Gewicht laut Projektkarte die Löcher am Rand aus.
- Rand nicht umgeschlagen. Ohne doppelten Rand reißt der Papiersack beim Zuziehen.
- Kleber zu dünn. Für den Tellerbart wird der Kleber laut Projektkarte dick auf die untere Hälfte gestrichen, sonst hält die Watte nicht.
- Ausgefranste Wolle. Ohne Spitze aus Klebefilm geht das Wollende schwer durch die Löcher.
Was praktisch hilft
- Name auf Stiefel und Sack. Stehen mehrere Stiefel vor der Tür, weiß der Nikolaus, welcher wem gehört.
- Vorschneiden, bevor das Kind kommt. Die Vorbereitung liegt laut Datenbank bei 5 bis 10 Minuten; danach geht es gleich ans Kleben.
- Wattepads teilen. In Schichten reichen sie für mehrere Bärte und Krempen.
- Geschwister an einem Tisch. Die Jüngeren kleben den Teller-Nikolaus, die Älteren fädeln den Stiefel.
Was ich noch nicht weiß
- Nüsse und harte Süßigkeiten für Kleinkinder. Sie gehören zum Brauch, eine Altersgrenze mit Quelle steht aber noch nicht in der Faktendatei dieser Seite. Ohne Quelle nenne ich keine.
- Wie viel der Stiefel trägt. Die Projektkarte nennt eine Mandarine und kleine Überraschungen; ein Gewicht in Gramm habe ich nicht gemessen.
- Weitere Motive. Nikolausmütze zum Aufsetzen, Bischofsmütze oder ein Fensterbild stehen noch nicht in der Projektdatenbank.
- Ob der Sack mehrere Jahre hält. Ob die Papiertüte bis zum nächsten Dezember übersteht, ist ohne Rückmeldungen offen.
Häufige Fragen
Nikolaus basteln mit Kindern
Die Projektdatenbank von klebegeister.de führt vier Nikolaus-Projekte für 2 bis 9 Jahre. Ab etwa 2 Jahren kleben Kinder einen Nikolaus aus der Klopapierrolle oder ein großes Nikolausgesicht auf einem Pappteller, jeweils in etwa 20 Minuten; Erwachsene schneiden Mütze, Gesicht und Mantel vorher zu. Ab 3 Jahren wird eine Papiertüte zum Nikolaussack mit Zugband, ab 4 Jahren entsteht ein Stiefel aus zwei Lagen Tonkarton, der mit Wolle zusammengefädelt wird. Alle Altersangaben sind Einschätzungen der Seite, keine Normwerte. Was mit dem Material im Haus sofort geht, zeigt der Material-Finder mit dem Anlass Advent.
Nikolausstiefel basteln
Für einen Nikolausstiefel zum Befüllen nennt die Projektdatenbank von klebegeister.de zwei Bogen roten Tonkarton im Format A4, etwa 1,5 m Wolle, einen Locher, Klebefilm, Wattepads und Bastelkleber. Erwachsene zeichnen eine große Stiefelform, schneiden beide Bogen zusammen aus und stanzen rundherum Löcher durch beide Lagen, die Öffnung bleibt frei. Das Kind fädelt die Wolle mit einer Spitze aus Klebefilm von Loch zu Loch und klebt eine Krempe aus Watte auf. Die Datenbank schätzt das Projekt ab 4 Jahren und auf etwa 45 Minuten. Gefädelt hält der Stiefel mehr aus als geklebt, Schweres gehört trotzdem nach unten.
Nikolaus basteln mit Kleinkindern
Mit Kindern ab etwa 2 Jahren passen laut Projektdatenbank von klebegeister.de zwei Nikolausfiguren: ein Nikolaus aus der Klopapierrolle mit rotem Papiermantel und Wattebart und ein Nikolausgesicht auf einem Pappteller, auf dessen untere Hälfte das Kind viel Watte drückt. Beide dauern nach Einschätzung etwa 20 Minuten. Erwachsene schneiden alle Teile vorher zu und halten beim Umwickeln der Rolle mit fest, das Kind klebt, zupft Watte und malt das Gesicht. Kleinteile wie Knöpfe oder Perlen bleiben bei unter Dreijährigen weg. Der Teller trocknet danach etwa 30 Minuten flach, die Rolle etwa 15.
Nikolaus aus Klopapierrolle basteln
Für einen Nikolaus aus der Klopapierrolle braucht man laut Projektdatenbank von klebegeister.de eine Rolle, Reste von Tonpapier in Rot, Hautfarbe und Schwarz, Klebestift, etwas Bastelkleber, Watte oder Wattepads und Filzstifte. Die Rolle wird mit rotem Papier umwickelt, ein hautfarbenes Rechteck wird zum Gesicht, ein schwarzer Streifen zum Gürtel. Darunter kommt ein Bart aus gezupfter Watte. Aus einem roten Halbkreis dreht ein Erwachsener eine spitze Mütze, die etwas weiter als die Rolle sein darf, dann sitzt sie ohne Kleber. Eingeschätzt für 2 bis 6 Jahre und etwa 20 Minuten; Ältere schneiden selbst und kleben einen Sack auf den Rücken.
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